| Gras-Streifenmaus
/ Lemniscomys
barbarus |
Heimat: Die Zebramaus kommt ursprünglich aus
Nordafrika: Senegal, Tanzania, Marokko, Algerien, Tunesien und Sudan.
Die Streifenmaus (Lemniscomys barbarus) lebt in den offenen Grasländern Afrikas, sie gehört zur Gruppe der Grasmäuse. Gebräuchlich sind auch die Namen „Zebramaus“ oder „Zebra-Grasmaus“. Ihr Fellmuster ähnelt aber eher dem eines Wildschwein-Frischlings als dem senkrechten Schwarzweiss-Muster der Zebras. Eher ist sie als die „Gazelle“ unter den Mäusen zu werten, denn sie ist an schnelles Laufen angepasst. Beim schnellen Lauf berühren nur noch zwei Zehen der Vorderfüsse und drei der Hinterfüsse den Boden. Auch die langen grazilen Beine und der seitlich abgeflachte Körper entsprechen nicht mehr dem ursprünglichen Mäusetyp. Die Färbung der Zebramaus ist eine reizende
Mischung des Massentonbrauns, das unter den schwarzen Streifen vermischt
wird, Die Streifen gehen vom Kopf bis zum Rumpf über den Rücken und die
Seiten der Streifenmaus. Ihr Schwanz ist so lang wie der Körper
(manchmal länger). Geben Sie acht, der Schwanz ist sehr empfindlich
und zerbrechlich!. Haltung: Die beste Weise, eine Zebramaus aufzuheben ist, sie mit
den Händen "aufzuschaufeln". Versuchen Sie nicht, eine
Streifenmaus am Schwanz aufzuheben, der Schwanz bricht sonst ab und
wächst nicht wieder nach.
Die Einrichtungsgegenstände sollten nicht aus Plastik sein, da die Mäuse alles zerknabbern. Futter: Übliche Futtermischungen für Kleinnager sind für
Streifenmäuse nicht geeignet. Gerne angenommen wird Wellensittich- und
Kanarienfutter. Haferflocken und Sonnenblumenkerne können beigemengt
werden, aber nur mit Vorsicht: Zu starke Verfütterung führt leicht zu Übergewicht.
Ein gutes nährstoffreiches Wiesenheu gehört zum Angebot, auch wenn es
eher zum Nestbau verwendet wird. Leckerbissen sind Kolbenhirse und Mehlwürmer. Zucht:
Die Zucht der Streifenmaus ist nicht einfach. Als Erklärung wird gelegentlich angeführt, dass Streifenmäuse extrem empfindlich gegen Inzucht sind, denn alle in Europa angebotenen Tiere stammen von einigen wenigen importierten Exemplaren ab. Trotz regelmässiger Paarungen sind Würfe eher selten. Das Paarungsvorspiel beginnt mit ständigem Umherrennen des brünftigen Weibchens. Regelmässig an der gleichen Stelle hält das Weibchen an und erlaubt einem Männchen das Aufreiten. Bei der Verfolgungsjagd stossen die Tiere laute abgehackte Schreie aus – ein eindeutiges Indiz für die Brünftigkeit, denn ansonsten sind die Tiere völlig stumm. Streifenmäuse reagieren auf Nestkontrollen sehr empfindlich. Das mag ein Grund sein, weshalb die Tragzeit bisher nicht genau festgelegt ist. In der Literatur findet man Angaben zwischen 20 und 28 Tagen. Bei den Streifenmäusen sind die Weibchen aggressiver als die Männchen. Erwachsene geschlechtsreife Weibchen sind untereinander manchmal so unverträglich, dass es zu ausdauernden Verfolgungsjagden und Beissereien kommen kann. Lediglich der eigenen Nachwuchs bildet da eine Ausnahme. Deshalb empfiehlt sich die Haltung eines Paares plus des eventuell sich einstellenden Nachwuchses. Zur Information - wir haben keine Streifenmäuse im Verkauf. Auf Wunsch können wir Ihnen jedoch welche besorgen.
Bevor Sie sich für Streifenmäuse entscheiden, sollten Sie unbedingt ein entsprechendes Fachbuch gelesen haben. Für jede Tierhaltung gilt: Kinder (auch Jugendliche) müssen von den Eltern angeleitet, beaufsichtigt und kontrolliert werden. Kinder sollen wissen, dass Tiere keine Spielzeuge sind! Für Fragen und Probleme steht Ihnen unser ausgebildetes Team im Zoo Roco zur Verfügung. Es kann Sie in allen Fragen fachgerecht beraten. Copyright © 2002 by Zoo Roco. Alle Rechte
vorbehalten.
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