| Steckbrief |
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blaugrün leuchtender Längsstreifen vom Beginn der
Afterflosse bis zur Schwanzflosse, hochrückiger, seitlich stark
abgeflachter Körper, endständige Maul mit sehr kleiner Maulspalte,
auffallend kurze Seitenlinie
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| Heimat: |
Mittel- und Osteuropa |
| Synonyme: |
Cyprinus amarus,
Rhodeus sericeus amarus, R. sericeus. |
| Grösse: |
5 cm , Längen bis 9
cm sind möglich |
| Geschlechtsunterschiede: |
Deutlicher Geschlechtsdichromatismus, Männchen
zur Laichzeit mit farbenprächtigem Hochzeitskleid; Weibchen stets
schlichter gefärbt, vor der Eiablage eindeutig an einer mehrere Zentimeter
langen Eiröhre zu erkennen; Männchen mit Laichausschlag. |
| Ernährung: |
ernährt sich vorwiegend von pflanzlichem Material, aber
auch von kleinen Wirbellosen (Würmer, Kleinkrebse, Insektenlarven) |
| Temperatur: |
5-24C |
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Atlas 1/442 |
Lebensräume:
Lebt schwarmweise sowohl in kleinen stehenden
(Teiche, Seen, Altarme) als auch in langsam fliessenden Gewässern mit
sandigem oder schlammigem Untergrund. Hier besiedelt er bevorzugt die
pflanzenreichen Uferzonen. Er kommt nur in Vergesellschaftung mit Teich-
oder Flussmuscheln der Gattungen “Anodonta”
und “Unio” vor.
Der Bitterling ist in fast ganz Mittel- und Osteuropa nördlich der
Alpen verbreitet. Er fehlt jedoch auf den Britischen Inseln und in
Skandinavien.

Haltung:
Bodengrund aus feinem Sand
mit Mulmschicht; gute Bepflanzung (Kaltwasserpflanzen), freier Schwimmraum;
Durchlüftung ist nicht unbedingt erforderlich. Wasser mittelhart (10 - 15
dGH) und neutral bis leicht alkalisch (pH 7 - 7,5).

Zucht:
Zur
Laichzeit (April - Juni) sucht sich das nun prächtig bunt gefärbte Männchen
eine Muschel aus, die es gegenüber anderen Rivalen verteidigt. Es führt
ein Weibchen, dem eine Legeröhre gewachsen ist, an diese Muschel und
veranlasst es, Eier in den Kiemenraum der Muschel abzulegen, um sie dann
zu besamen. Der Laichvorgang wiederholt sich mehrmals, auch mit
verschiedenen Partnern. Insgesamt werden pro Weibchen höchstens 40 -100
Eier in verschiedene Muscheln abgelegt.
Bis zum Verzehr des Dottersackes verbleiben die Larven geschützt im
Kiemenraum der Muscheln und werden erst als ca. 1 cm lange, schwimmfähige
Jungfische ausgestossen.
Quellennachweis: Mergus
Atlas Band 1
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